Der Beat ist aus – und ist immernoch da.

Der erste Monat im Jahre 2011 im Namen des Beats neigte sich dem Ende zu. Die weiten Ebenen des Berliner Flachlandes waren weiterhin mit einer Schicht frischem Frost bedeckt und die kahlen Bäume schliefen weiterhin unter einer weißen Decke – es herrschte absolute Stille.

Doch dann.

BOOOOOOOOOOOOOOOOOOM!

Eine unglaubliche Basswelle erschütterte die Landschaft.

Aber das ist eine andere Geschichte – denn der Beat ist aus – und ist immernoch da.

Ein Monat Beats bauen, BeatWebseiten anschauen und Beatmarkt-Scanning haben u.a. folgendes Ergebnisse gebracht:
- der Massenbeatmarkt mit günstigen Beats im Internet ist extrem hart umkämpft
- selbst absolute Top-Beats kann man auf diesem Massenmarkt nur für 20$ verkaufen (Non-Exclusive)
- für diesen Massenmarkt sind meine Beats bisher noch untauglich
- der beste Weg zu besseren Beats ist der beste Weg zu besserer Musik, und in meinem Falle heisst das: mehr musikalische Praxis

Ich werde also anstatt jeden Tag ein wenig neues über Musik und Harmonielehre am Keyboard zu lernen und den Rest der Zeit mit der Ausproduktion meiner Melodien zu verbringen, ab jetzt jeden Tag sehr viel Zeit mit dem praktischen Musizieren verbringen – dadurch werde ich sehr viel schneller, sehr viel interessantere und komplexere Kompositionen erschaffen können und mein gesamter musikalischer Ausdruck wird insgesamt gefühlvoller, organischer, lebendiger und runder werden.

So haben es die Älteren von unter der Sonne Neuköllniforniens beschlossen – und so wird es geschehen.

Der nächste Monat gehört also der Gitarre.

Ihr werdet aber dennoch von mir hören, denn selbstredend wird das Thema weiterverfolgt.

Peace,

Jangabad Janzabarranzam der XXIII. von Gitarristan

BeatBad und BeatBart.


Jaja, ich weiß, ich soll über das Verkaufen von HipHop-Beats schreiben – aber dafür muss es erstmal was zum Verkaufen geben :D

Das schöne ist, das Beats aus dem materiellen NICHTS entstehen. Gestern war da Nichts, und heute ist da: Boom!

Aber Boom alleine reicht noch nicht aus, wir brauchen nämlich auch Tschakk!

LoL

Und neben dem Boom und dem Tschakk, brauchen wir noch jede Menge weiteres Know-How über das Mixen von Musik und natürlich noch jede Menge Kreativität für die Patterns, Melodien und Effekt-Ketten, und dann brauchen wir auch noch den Fokus, die Willenskraft und die Selbstdisziplin die Projekte nicht nur anzufangen, sondern auch durchzuziehen.

Und deshalb habe ich jetzt einen BeatBart.

RofL²

Ein BeatBart ist ein Bart der einem Produzenten wächst, der keine Zeit mehr hat sich zu rasieren.

Und gebadet wird im BeatBad.

So sieht er aus, der Produzent – hartbartig, vom Beat basteln durchgeschwitzt (wenn die Beats so fett abrocken muss man natürlich die ganze Zeit mittanzen) und übernächtigt.

Dafür werden die Beats langsam wirklich übermächtig, wurde auch langsam Zeit :D

Oh, der 28.01.2011 hat schon angefangen, dann hab ich den Januar ja bald plattgemacht – noch ca. 3 Monate bis hier ein brauchbarer Frühling auftaucht, und dann kann ich natürlich nicht mehr den ganzen Tag drinnen bleiben, bis dahin muss ich entweder noch viel schneller sein – oder – ich gönne mir dann eine Pause… …was rede ich da! Das kommt natürlich nicht in Frage! Eher wird mobil produziert, am Laptop draußen vorproduziert und im Studio nur noch sauber abgemischt und gemastert.

Bildchen?

Na gut, ihr bekommt ein Video vom Typen mit dem härtesten Bart der Welt:

Soweit ist es noch nicht bei mir… …und ich bin einfach nicht so der Barttyp, falls ich die Tage mal Zeit finde, kommt der ab! Sapperlat!

Durchsage außerhalb der Reihe: Produktionstips für HipHopBeats.

Es gibt immer wieder erstaunliche Orte an denen man etwas über’s Beat basteln dazu lernen kann – heute: die englische Wikipedia.

Der Artikel “Hip Hop Production” in der englischen Wikipedia fasst alle Basics sehr gut zusammen, sehr zu empfehlen da mal reinzuschauen und vorallendingen dem sich dort auftuenden Link-Universum zu folgen.

Ende der Durchsage.

Beat Live einspielen vs. Beat programmieren

Beide Methoden habe Vor- und Nachteile.

Ein Beat mit vielen Live eingespielten Elementen macht erstmal während der Produktion mehr Spaß, man sucht sich ein paar coole Drums und Synthies zusammen und dann fängt man mit dem Keyboard an rumzujammen und nach Melodien zu suchen – hierbei entstehen relativ schnell sehr viele Ideen und Schnipsel – und hier fängt das Problem an: die Effizienz. Beim jammen entstehen so unglaublich viele Sounds, dass man danach ewig damit beschäftigt ist die richtigen rauszusuchen und zu arrangieren, nochmal sauberer aufzunehmen, und schlechte auszusortieren – man ist also in einer abgefahrenen Soundwelt, aber zumindest für mich ist es zur Zeit schwierig aus einem solchen “Jam-Salat” in akzeptabler Zeit einen sauberen Track zu zaubern. Dafür ist das Gesamtwerk in jedem Falle organischer und lebendiger – und bietet mehr Abwechslung.

Aber ist mehr Abwechslung bei HipHop-Beats ein Vorteil?

Ausreichend Abwechslung innerhalb des Beats ist selbstverständlich wichtig, aber viele meiner Lieblings-HipHop-Beats bestehen nur aus einem oder zwei verschiedenen 8-Takt-Loops, 4-Takt-Loops oder sogar nur 2-Takt-Loops. In diesen Loops werden dann zwar ab und an die Elemente variiert – aber die Basics sind eigentlich relativ simpel und überschaubar.

Nehmen wir als Gegenbeispiel den programmierten Beat. Hier klicken wir jeden einzelnen Sound perfekt an seine Stelle, alles sitzt, alles ist perfekt durchdesignt – aber dann fehlt oft das organische Gefühl. Wenn man jetzt alte Samples aus Live-Songs verwendet holt man sich das organische Gefühl über die Samples in den Track. Oder man dreht an künstlichen Swing- und Groove-Schaltern um wieder ein lebendiges Gefühl zu erzeugen.

Der Königsweg ist anscheinend auch hier immer die richtige Mischung aus beiden herangehensweisen – einerseits die Präzision der perfektionistischen Beatprogrammierung, und andererseits ein paar chaotische Elemente, Live-Eingespielte Keyboard und Basslines oder auch live eingeklopfte Drumpatterns. Larst-Endlich hat man die Wahl – und – es gibt keinen vorgeschriebenen Weg zu einem 30 Tonnen schweren Walfisch-Track.

In jedem Falle ist es für mich sehr interessant zur Zeit mal wieder mehr die Live-Komponente ins Studio zu bringen und möglichst viele Elemente per Hand am Keyboard einzuspielen, das macht Laune und bringt Freshness in den ewigen Klickmarathon.

Jetzt werde ich allerdings noch einen weitern Beat bauen – um 3 Uhr Nachts – denn ich bin einen Beat im Verzug – und das geht natürlich nicht. Der Daily-Beat-Madness-Plan muss eingehalten werden. Das bedeutet für den nächsten Beat: Trash-Damage. Und hoffen das was brauchbares bei rauskommt :D

Die Beatroutine.

Die Beatroutine läuft.

Und zwar läuft die so intensiv, dass ich nicht dazu komme hier lange Artikel zu schreiben :)

Es ist ziemlich viel Arbeit jeden Tag einen Beat zu bauen – und Gestern habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr einen Beat nicht fertig bekommen und ihn dann erst heute zu Ende gebaut – und zwar den ganzen Tag lang.

Gut Ding will Style haben.

So sieht das aus.

Meine aktuelle Lieblingsbeschäftigung waren die letzten 4 Tage Rap-Beats im Stil der frühen 80er Jahre, dazu habe ich mir die bekanntesten Tracks dieser Zeit genauestens unter die Lupe genommen und versucht etwas ähnliches zu erschaffen.

Das ist übrigens etwas, das sogar Rick Rubin in einem Video dass ich zwischendurch geschaut habe (wenn schon beim Essen entspannen, dann mit Videos über andere Produzenten, lol) erwähnt hat: man hört ein Lied und findet die Idee gut, will die Idee aber noch weiter treiben, ja man will keine Coverversion machen, sondern die Version wie sie schon immer hätte sein sollen. Da bin ich natürlich noch nicht, aber er meinte auch, dass sogar die Beatles diese Technik angewendet haben sollen: sie haben ein Song gehört der ihnen gefiel, ihn genommen und nochmal neu aufgenommen, aber weiterentwickelt und verbessert. Nun, für mich liegt darin einfach ein sehr guter Lerneffekt drin, im Klassiker nachbauen und variieren, dadurch erhält man interessante Einblicke und vorallendingen findet man heraus, dass auch Klassiker nur “normale” Musikstücke sind und aus ganz normalen Instrumenten bestehen. Keine Magie. It’s in the Mix. Und die richtige Mischung, ja, das ist natürlich schon wieder Magie :D

So sieht’s aus, ich hatte gesagt ich mache Ende des Monats einen Vergleich der Beat-Verkaufs-Webseiten, die ich bisher erforscht habe – aber – es ist noch nicht Ende des Monats :]

Hier noch das Video mit Rick Rubin, es macht immer Spaß diesem Typen zuzuschauen, denn wie es ein Youtube-Kommentar treffend zusammenfasste: Er ist Gott. Wortwörtlich.

Und jetzt: Back to the Beat.

Anti-Ignoranz-Kommando


Diese geheime Einsatztruppe führt Spezialmissionen unter schwierigsten Bedingungen durch und räumt auf mit der Terrorherrschaft der Ignoranz.

Wie Bitte?

Was ist los?

Konfuzius sagte einst mit ähnlichen Worten: “Ein wirklich weiser Mann erkennt wie weit seine eigene Ignoranz reicht.”

Was soll das nun wieder heißen?

Es geht um die Überprüfung der eigenen Werke – in unserem – also deinem – und meinem Falle sind das Beats.

Es ist hart einfach mal anzunehmen, dass die eigenen Beats schlecht sind, einfach so, als Test, einfach mal kurz drüber nachdenken…

…ist es vielleicht möglich, dass deine Beats zu schlecht sind um sie zu verkaufen?

Das ist eine wichtige Frage, und ich stelle sie mir immer wieder um mich selber zu testen.

Ich baue in jedem Falle noch sehr viele Beats die zu schlecht sind um sie zu verkaufen. Es sind auch schon ein paar Perlen dabei, aber noch kein ultimatives Meisterwerk, und alles andere taugt nur für den Massenmarkt.

Der Weg zum Meisterwerk ist lang :D

Vorallendingen für hyperkreative Menschen wie mich ist es manchmal schwierig sich auf die technischen Details zu fokussieren, ich baue lieber noch ein neues Pattern, oder gleich einen neuen Track.

Aber dieses Jahr war ich bisher extrem produktiv und habe definitiv schon einiges dazugelernt, von einigen Beats bin ich enttäuscht, von einigen anderen dafür sehr überrascht wie fett sie am Ende geworden sind.

Gut, das Anti-Ignoranz-Kommando ist also eine Phantom-Einheit die man gelegentlich durch den eigenen Kopf schicken sollte um mit einigen Fehleinschätzungen der eigenen Werke aufzuräumen um die Selbstwahrnehmung wieder halbwegs mit der Realität abzugleichen.

Was hat das AIK also herausgefunden, auf seiner letzten Mission:
- es gibt da draußen Millionen von Beats
- viele davon klingen besser als meine
- manche Menschen machen schon mit 18 Jahren bessere Beats als ich mit 31 *sic*
- ich mache schon sehr lange Beats, bin aber immernoch nicht zufrieden, sie sind mir immernoch nicht fett genug
- vielleicht bin ich einfach ein unfähiger Beatbastler

Ja, solche Erkenntnisse bringt das AIK mit ins Hauptquartier.

Soviel zur Aufklärung im eigenen Kopf.

Der Generalstab berät nun, wie die Mission “Fette Beats bauen und verkaufen” dennoch umgesetzt werden kann…

…das Resultat: Bau Bessere Beats!

Meine Beats sind im letzten Jahr schon sehr viel besser geworden, da ich mir Anfang 2010 eigentlich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich Noten, Akkorde und Harmonielehre angeschaut habe, ich habe erst ein halbes Jahr ein Keyboard hier rumstehen, habe mir aber schon einiges reingezogen und erforsche immer neue Zusammenhänge, Harmonien und Melodien. Musiktheoretisch gesehen bin ich also noch ein Kleinkind. Produktionstechnisch bin ich schon ein brauchbarer Handwerker. Wenn ich die Musiktheorie und Musikpraxis (!) weiter so intensiv betreibe wie die ersten drei Wochen dieses Jahres, dann kann eigentlich nichts schief gehen – die Maschine steht bereit, das Mixing-Know-How ist vorhanden – es fehlt nur noch eine gute Ladung musikalische Erfahrung – und die mache ich ja jetzt jeden Tag.

So, jetzt wisst ihr Bescheid – auch ein Genie zweifelt mal an sich selbst :D

Aber vielleicht macht gerade das ein Genie aus, es ist in der Lage dem eigenen Geist immer wieder auf die Schliche zu kommen – kann sich an sich selber anschleichen und dem eigenen Gehirn in den Arsch treten!

Testlauf auf Beats1.com – einer weiteren Webseite zum Kaufen und Verkaufen von HipHop-Beats.

Screenshot der Startseite von Beats1.com

Screenshot der Startseite von Beats1.com

Ja, ich finde immernoch neue Webseiten die sich mit dem Beatbusiness beschäftigen.

 

Heute im Test: Beats1.com

Auf Beats1.com kann man, wer hätte das geahnt, Rap und HipHop Beat Instrumentale kaufen und verkaufen.

Die Startseite ist nach dem gleichen Prinzip aufgebaut wie anscheinend alle “Ami-Beatseiten”.

Als erstes springen dem User die Bilder und Logos der “Featured Producers” ins Gesicht, um in dieser Liste zu stehen muss man wahrscheinlich mal wieder eine Zusatzoption einkaufen – das habe ich aber noch nicht überprüft.

Dann kommen fünf verschiedene Playlisten, wobei ich mich mal wieder sehr über die Zufallsliste freue, und vorallendingen darüber, dass diese ganz oben steht – das ist schonmal ganz korrekt:
- Random Beats
- Underground Beats
- Latest Beats
- Rated Beats
- Sold Beats

Die ersten Beats die ich angeklickt habe, hatten alle eine sehr gutes Produktionsniveau, vielleicht hatte ich aber auch einfach nur Glück – jedenfalls ist auch hier die Konkurrenz groß, wie überall.

Die mp3s erhalten alle ein automatisches Audio-Tag von Beats1.com, man muss das also nicht wie z.B. auf HipHopBeat.de selber erstellen – das ist schonmal gut.

Viele wichtige Fragen werden in den FAQ beantwortet, aber ich werde wie immer natürlich nicht nur einen Blick in die Terms Of Service (TOS), also die AGB, werfen, sondern sie komplett durchlesen und euch die Basics hier in Stichworten zusammenfassen:
- alle Beats sind Non-Exclusive, Exklusiv-Lizenz-Verträger können über Beats1.com nicht geschlossen werden, ich finde das gut
- die Basismitgliedschaft ist kostenlos und erlaubt den Upload von 10 Beats, bei erfolgreichen Verkäufen sind 52% Provision an Beats1.com abzugeben, wer bessere Konditionen will, kann sich eine der verschiedenen Exclusive-Memberships gönnen
- die Exclusive Memberships sahen zum Zeitpunkt des Schreibens folgendermaßen aus:

$2.99 -> 30 Beat Uploads – Producers earn 80% from beat sales
$3.99 -> 50 Beat Uploads – Producers earn 90% from beat sales
$4.99 -> 75 Beat Uploads – Producers earn 100% from beat sales
$5.99 -> 100 Beat Uploads – Producers earn 100% from beat sales
$7.99 -> UNLIMITED Beat Uploads – Producers earn 100% from beat sales

- für 8$ im Monat bekommt man also das volle Programm, das ist im Vergleich mit anderen Seiten ein sehr guter Preis
- ab 15$ Guthaben wird per Paypal ausgezahlt, die Paypal-Gebühren bezahlt der User
- die Non-Exclusive-Lizenz erlaubt den Käufern das Aufnehmen von Vocals auf den Beat und den Verkauf des Mixes bis zu 2000 Einheiten, wenn mehr verkauft werden muss neu verhandelt werden
- der Produzent muss in den Metadaten des Endproduktes des Käufers genannt werden und erhält eine Kopie des fertigen Werkes
- der Käufer darf mit dem erworbenen Beat unbegrenzt viele Auftritte absolvieren

Alles in allem sehr klare und einfache Regeln, die auch im Original locker zu lesen sind – sehr schön.

Auf Beats1.com sind im BeatMarket zur Zeit 2385 Beats gelistet, das ist relativ wenig und übersichtlich, im Vergleich mit anderen Seiten.

Des weiteren hat Beats1.com unten links einen kleinen Button, der die Webseite als RocBattle.com-Affiliate ausweist, die genaue Bedeutung dieser Partnerschaft ist mir aber noch nicht klar – entweder Beats1.com vermittelt einfach Kunden bekommt dafür Prämien, oder die Partnerschaft geht weiter und es werden Beats von Rocbattle auf Beats1.com präsentiert, oder sowas, das habe ich aber noch nicht überprüft, ist also reine Spekulation.

Gut, nachdem die Basics geklärt sind und die Webseite als “korrekt” eingestuft wurde kann ich mich jetzt also für einen kostenlosen Account anmelden und die Seite ausprobieren. Let’s go!

Die Daten werden wie immer wahrheitsgemäß ausgefüllt, das ist in der Business-Welt selbstverständlich und alles andere ist unprofessionell, allerdings fragt Beats1.com erstmal nur nach E-Mail-Adresse, Username und Passwort, den Rest kann man dann später ausfüllen. Nach kurzer Zeit erhält man die Bestätigungsmail und mit einem Klick auf den Aktivierunslink landet man sogleich im freigeschalteten Benutzerkonto und kann Beats hochladen.

Das persönliche Profil hat wie üblich den Usernamen in der Adresse und sieht bei mir so aus:

www.beats1.com/SaintBeatStudios

Die Upload-Box ist übersichtlich und modern, sowieso ist das Design der Seite ziemlich gut – im Beat-Upload-Formular gibt man den Titel des Beats, eine kurze Beschreibung, die BPM, das Sub-Genre, die LizenzVersion und Samplefreiheit/Samplebenutzung an. Die Beats werden als .mp3 hochgeladen und sind nicht wie auf vielen anderen Seiten auf ein einziges Format beschränkt, der Uploader kann 44100Hz und 22000Hz (gut für qualitätsreduzierte Demos) und frisst mp3s bis zu einer Größe von 12 MB – auch hier ist die Seite vorbildlich, viele andere Seiten haben Beschränkungen auf 2 MB und zwingen einen dazu den Beat nochmal kürzer zu cutten, das kostet Zeit und nerven (z.B. auf HipHopBeat.de, erscheint mir immer seltsamer die Seite, je mehr andere Seiten ich mir anschaue). Der Preis ist beliebig einstellbar, man kann also auch 0$ einstellen und den Leuten ein paar Freebeats schenken :D

Mein Testballon fliegt erstmal mit einem Chillerpreis von 10$ durch die Webosphäre.

Auch bei den Werbemitteln ist Beats1.com ganz vorne mit dabei und bietet automatische Banner- und Player-Erstellung zum einbetten in Webseiten an, bei mir sieht das zur Zeit so aus:

Banner mit Player:

Banner ohne Player:

Praktisch ist auch die Einbindung von Twitter, Facebook und weiteren Share-Buttons.

Alles in allem auf den ersten Klick eine korrekte Seite, mehr wird die Zeit zeigen.

Peace,

Jangabad Janzabarranzam der XXIII. von Beaternia :D

Hier geht’s weiter zum absoluten Überblick zum Thema Beats verkaufen im Internet.

Ich wurde durch die Zeitmangel gedreht.


Tja, erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Ich habe ein paar Postings ausfallen lassen, da ich die letzten Tage mit “sozialen Aktivitäten” und natürlich dem täglichen bauen von BurnerBeats vollkommen ausgelastet war.

Natürlich könnte ich einfach einen Standard-Beat nach dem anderen raushauen, aber das wäre erstens langweilig und zweitens würde ich nichts dabei lernen – und ohne neue Skills, werden auch keine neuen Level erreicht. Das kostet halt Zeit, aber Zeit die ich gerne investiere, denn was gibt es schon schöneres als das Erforschen von unbekanntem musikalischem Gebiet?

Heute habe ich mir die Geschichte des R&B vorgenommen und versucht einen Beat a la Erykah Badu zu bauen, am Ende ist es dann eher ein fröhlicher Pop-Beat geworden, aber ich habe jede Menge Erkenntnisse über Blues und coole Piano-Melodien eingesammelt.

Die Tage werde ich mir dann mal Beats1.com anschauen und darüber berichten, aber jetzt muss ich erstmal schlafen – denn – man lese und staune: auch Beatproduzenten müssen schlafen.

Und zwar Verhält es sich da mit dem extremen Beatbasteln genauso wie mit anderen Sportarten:
- genug Schlaf
- viel Bewegung
- viel Sauerstoff
- gute Ernährung

Sonst wird das nix :D

Kostenlose Samples? Ja, aber bitte legal.

Die Geschichte des HipHop ist die Geschichte der “illegalen” Samples.

Versteht mich nicht falsch, wenn es nach mir ginge, wäre das samplen von Tracks spätestens 10 Jahre nach Veröffentlichung legal – aber bevor ich mir dazu die Finger bis auf die Knochen wegschreibe, lasse ich die Rechtslage lieber von einem Video zusammenfassen:

Das Video wurde auch schon mehrfach im Kreativkiez-Blog erwähnt, bei über 11.000.000 Views kein Wunder :D

Gut, das wäre also geklärt.

Wir leben nunmal in der Welt der aktuell gültigen Gesetze und wenn wir Business mit Beats machen wollen, dann müssen wir eben darauf achten welche Samples wir verwenden.

Es gibt da die verschiedensten Herangehensweisen, die einen samplen zwar, aber verändern die Samples so stark, dass sie am Ende nicht mehr wiedererkannt werden können und versuchen damit einer “Verfolgung” zu entgehen – die anderen kaufen sich einfach die gewünschten Samples – manchmal auch erst wenn ein Kunde Interesse an einem Beat zeigt.

Nun, mir gefällt keine dieser Methoden – ich will das beste aus beiden Welten: ich will Samples und ich will die Samples GRATIS. Ist doch klar :D

Gut, woher bekommt man nun kostenlose, legale Samples?

Ganz einfach: von den Toten.

Und zwar von den total Toten – um genau zu sein von den Musikern die schon mehr als 70 Jahre lang tot sind.

Kurz: alle Aufnahmen von Musikern die VOR 1941 GESTORBEN SIND, sind im Jahr 2011 für jeden frei verwendbar! Yeah! Sample-Nekromantik Deluxe²³!

Die ältesten Aufnahmen sind ca. von 1896, die haben aber eine sehr schlechte Soundqualität, aber je näher wie dem Jahr 1941 kommen, desto besser wird das Material.

Ein guter Weg ist es zum Beispiel die Wikipedia nach Musikern abzugrasen die 1941 oder früher gestorben sind, danach kann man auf die Suche nach Aufnahmen dieser Musiker gehen (z.B. auf archive.org, oder einfach per Google).

Für den Anfang eignen sich besonders alte Blues und Jazz-Aufnahmen, einfach mal die Wikipedia-Artikel zu Blues und Jazz lesen und dann nach den Artists suchen, die schon lange tot sind und dann kann man ganz legal deren alte Hits recyclen.

Und das coolste: jedes Jahr kommen tolle neue Aufnahmen hinzu! Jedes Jahr werden mehr Samples aus den Klauen der Musikmafia befreit! Paaaaaarty!

You gotta fight, for your right, toooo saaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaample!

Heute neu auf dem Beatradar aufgetaucht: MyBeatShop.com

Screenshot der Startseite von MyBeatShop.com

Screenshot der Startseite von MyBeatShop.com

Update: dieser Artikel ist veraltet. MyBeatShop.com ist mittlerweile als “tot” zu betrachten – im Sinne von: leider ist diese ehemals schöne Webseite aus unbekannten Gründen den Bach runter gegangen. Im Netz findet man dazu verschiedenste Gerüchte. Jedenfalls ist der Support nicht zu erreichen und die meisten Produzenten auf der Seite haben schon lange kein Geld mehr gesehen – deshalb wird dringend empfohlen sich nach anderen Seiten zum Beats verkaufen umzusehen. Eine Übersicht gibt es hier: Beats verkaufen im Internet. Schade um die schöne Seite – wenn sie wiederbelebt werden sollte, gebe ich Bescheid, oder falls ihr das vor mir merkt, gebt mir in den Kommentaren bescheid :)

ACHTUNG, AB HIER BEGINNT DER VERALTETE ARTIKEL!

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So, langsam werden es doch immer mehr Beat-Handels-Webseiten und ich werde demnächst mal einen zusammenfassenden Artikel schreiben in dem alle Webseiten zum Kaufen und Verkaufen von HipHop- und Rap-Beats verglichen, und die Unterschiedlichen Funktionen und Preise aufgelistet werden.

 

Aber erstmal sammle ich noch ein paar Erfahrungen.

Heute mal ein erster Blick auf MyBeatShop.com.

Die Startseite ist in die “üblichen” Playlisten der “Ami-Seiten” eingeteilt:
- Hot Beats
- Recently Sold Beats
- New Beats
- Random Beats

Sehr gut – das gibt dicke Bonuspunkte für die Playlist “Random Beats”, die ich z.B. bei Beatswagger.com doch sehr vermisse und die jedem Beat zumindest die theoretische Chance gibt gelegentlich mal auf der Startseite aufzutauchen.

Nach eigener Aussage ist die Webseite seit 3 Jahren “im Game” und nimmt die niedrigsten Gebühren der Branche – mal schauen ob das stimmt.

Dafür werfe ich mal einen Blick in die TOS, die Terms of Service und die FAQ.

Kurze Zusammenfassung
- Beats werden ohne Audio/Vocal/Promo/VoiceOver-Tags im mp3-Format hochgeladen
- Audio-Wasserzeichen werden MyBeatShop.com automatisch hinzugefügt
- Käufer erhalten eine Lizenz zum erstellen EINES Tracks auf den Beat und dürgen davon bis zu 5000 Einheiten verkaufen, danach muss neu verhandelt werden
- Käufer müssen den Beat-Produzenten in ihren Produktbeilagen/Metadaten erwähnen
- hochgeladene Beats müssen zwischen 3 und 10 Minuten lang sein
- der kostenlose Account erlaubt den Upload von EINEM BEAT und bietet 10 MB Platz
- für eine zusätzliche Gebühr können mehr Beat-Slots gekauft werden
- das weltweite Copyright bleibt 100% im Besitz des Produzenten (geht in Deutschland sowieso nicht anders)
- Punkt III 1. a) & b) finde ich etwas verwirrend, mir ist jetzt nicht ganz klar ob man 60% oder 80% des Beatverkaufspreises erhält, des weiteren gibt es eine Auszahlungsgrenze von ca. 40$ ab der ausgezahlt wird
- ausgezahlt wird normalerweise via PayPal
- NonExclusive Beats müssen einen Preis zwischen 20 $ und 500 $ haben

Erstes Fazit: man wird nicht abgezockt, keine ungewöhnlichen oder besonders üblen Fußangeln oder Haken sind in diesen AGB aka TermsOfService zu entdecken.

Man kann sich also kostenlos anmelden und einen Beat hochladen – wie das genau abläuft werde ich die Tage berichten.

Na gut, ich mache es gleich jetzt :)

Bei der Anmeldung werden die üblichen Daten angegeben, schließlich wollen wir ernsthaftes Business betreiben, also ist hier nicht der Platz für Fake-Daten, also echte Adresse und Paypal-Adresse und alles was sonst noch dazu gehört eingeben, die Terms Of Service akzeptieren und schon ist man angemeldet. Man erhält eine Begrüßungs-E-Mail, muss aber keinen Aktivierungs-Link mehr anklicken, sondern kann gleich den ersten Beat hochladen, was ich dann auch gleich mal mit einem Testkandidaten gemacht habe. Jeder User erhält eine MyBeatShop.com-Adresse mit den eigenen Beats, in meinem Falle ist das:

www.MyBeatShop.com/SaintBeatStudios

Der Upload geht schnell vonstatten und ist sofort im Player verfügbar. Nun hat man noch die Möglichkeit ein Profilbild hochzuladen und einen kurzen Spruch hinzuzufügen – damit wären die Basics erledigt. Sehr schön ist die fortschrittliche Promo-Banner-Erstellung, auf Wunsch auch mit integriertem Player – hier einmal beide Banner als Beispiel.

Promo-Banner ohne Player:

Promo-Banner mit Player:

Wer mehr Beats hochladen will muss sich dafür Upgrades kaufen, und die sehen folgähnendermaßen aus:
- für eine einmalige Zahlung von 99$ erhält man 20 wiederverwendbare Beat-Slots
Nun, für den professionellen Einsatz ist das eigentlich ein korrekter Preis, nur mal zum Vergleich – 20 Beats auf HipHopBeat.de kosten 40 €, sind aber nach 180 Tagen wieder gelöscht – hier erhält man den Platz auf Dauer – sieht also auf den ersten Blick teuer aus, ist aber eigentlich korrekt.

Des weiteren bietet die Seite ein Profil-Gästebuch zum Hinterlassen von Kommentaren, die Möglichkeit Profile zu bewerten, ein Forum und die Möglichkeit zum Freundschafts-Networking.

Wer Lust hat kann an BeatBattles teilnehmen, die dafür benötigten Battle-Credits bekommt man indem man bei den Battles anderer Producer seine Stimme abgibt – ein lustiges Feature.

So, damit habe ich ja schon ein komplettes Review abgeliefert, mehr als ich am Anfang des Postings geplant hatte :]

Peace und viel Erfolg im BeatBusiness – stay Positive!

Jangabad Janzabarranzam der XXIII. von Beatistanien

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