Heute neu auf dem Beatradar aufgetaucht: MyBeatShop.com

Screenshot der Startseite von MyBeatShop.com

Screenshot der Startseite von MyBeatShop.com

Update: dieser Artikel ist veraltet. MyBeatShop.com ist mittlerweile als “tot” zu betrachten – im Sinne von: leider ist diese ehemals schöne Webseite aus unbekannten Gründen den Bach runter gegangen. Im Netz findet man dazu verschiedenste Gerüchte. Jedenfalls ist der Support nicht zu erreichen und die meisten Produzenten auf der Seite haben schon lange kein Geld mehr gesehen – deshalb wird dringend empfohlen sich nach anderen Seiten zum Beats verkaufen umzusehen. Eine Übersicht gibt es hier: Beats verkaufen im Internet. Schade um die schöne Seite – wenn sie wiederbelebt werden sollte, gebe ich Bescheid, oder falls ihr das vor mir merkt, gebt mir in den Kommentaren bescheid :)

ACHTUNG, AB HIER BEGINNT DER VERALTETE ARTIKEL!

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So, langsam werden es doch immer mehr Beat-Handels-Webseiten und ich werde demnächst mal einen zusammenfassenden Artikel schreiben in dem alle Webseiten zum Kaufen und Verkaufen von HipHop- und Rap-Beats verglichen, und die Unterschiedlichen Funktionen und Preise aufgelistet werden.

 

Aber erstmal sammle ich noch ein paar Erfahrungen.

Heute mal ein erster Blick auf MyBeatShop.com.

Die Startseite ist in die “üblichen” Playlisten der “Ami-Seiten” eingeteilt:
- Hot Beats
- Recently Sold Beats
- New Beats
- Random Beats

Sehr gut – das gibt dicke Bonuspunkte für die Playlist “Random Beats”, die ich z.B. bei Beatswagger.com doch sehr vermisse und die jedem Beat zumindest die theoretische Chance gibt gelegentlich mal auf der Startseite aufzutauchen.

Nach eigener Aussage ist die Webseite seit 3 Jahren “im Game” und nimmt die niedrigsten Gebühren der Branche – mal schauen ob das stimmt.

Dafür werfe ich mal einen Blick in die TOS, die Terms of Service und die FAQ.

Kurze Zusammenfassung
- Beats werden ohne Audio/Vocal/Promo/VoiceOver-Tags im mp3-Format hochgeladen
- Audio-Wasserzeichen werden MyBeatShop.com automatisch hinzugefügt
- Käufer erhalten eine Lizenz zum erstellen EINES Tracks auf den Beat und dürgen davon bis zu 5000 Einheiten verkaufen, danach muss neu verhandelt werden
- Käufer müssen den Beat-Produzenten in ihren Produktbeilagen/Metadaten erwähnen
- hochgeladene Beats müssen zwischen 3 und 10 Minuten lang sein
- der kostenlose Account erlaubt den Upload von EINEM BEAT und bietet 10 MB Platz
- für eine zusätzliche Gebühr können mehr Beat-Slots gekauft werden
- das weltweite Copyright bleibt 100% im Besitz des Produzenten (geht in Deutschland sowieso nicht anders)
- Punkt III 1. a) & b) finde ich etwas verwirrend, mir ist jetzt nicht ganz klar ob man 60% oder 80% des Beatverkaufspreises erhält, des weiteren gibt es eine Auszahlungsgrenze von ca. 40$ ab der ausgezahlt wird
- ausgezahlt wird normalerweise via PayPal
- NonExclusive Beats müssen einen Preis zwischen 20 $ und 500 $ haben

Erstes Fazit: man wird nicht abgezockt, keine ungewöhnlichen oder besonders üblen Fußangeln oder Haken sind in diesen AGB aka TermsOfService zu entdecken.

Man kann sich also kostenlos anmelden und einen Beat hochladen – wie das genau abläuft werde ich die Tage berichten.

Na gut, ich mache es gleich jetzt :)

Bei der Anmeldung werden die üblichen Daten angegeben, schließlich wollen wir ernsthaftes Business betreiben, also ist hier nicht der Platz für Fake-Daten, also echte Adresse und Paypal-Adresse und alles was sonst noch dazu gehört eingeben, die Terms Of Service akzeptieren und schon ist man angemeldet. Man erhält eine Begrüßungs-E-Mail, muss aber keinen Aktivierungs-Link mehr anklicken, sondern kann gleich den ersten Beat hochladen, was ich dann auch gleich mal mit einem Testkandidaten gemacht habe. Jeder User erhält eine MyBeatShop.com-Adresse mit den eigenen Beats, in meinem Falle ist das:

www.MyBeatShop.com/SaintBeatStudios

Der Upload geht schnell vonstatten und ist sofort im Player verfügbar. Nun hat man noch die Möglichkeit ein Profilbild hochzuladen und einen kurzen Spruch hinzuzufügen – damit wären die Basics erledigt. Sehr schön ist die fortschrittliche Promo-Banner-Erstellung, auf Wunsch auch mit integriertem Player – hier einmal beide Banner als Beispiel.

Promo-Banner ohne Player:

Promo-Banner mit Player:

Wer mehr Beats hochladen will muss sich dafür Upgrades kaufen, und die sehen folgähnendermaßen aus:
- für eine einmalige Zahlung von 99$ erhält man 20 wiederverwendbare Beat-Slots
Nun, für den professionellen Einsatz ist das eigentlich ein korrekter Preis, nur mal zum Vergleich – 20 Beats auf HipHopBeat.de kosten 40 €, sind aber nach 180 Tagen wieder gelöscht – hier erhält man den Platz auf Dauer – sieht also auf den ersten Blick teuer aus, ist aber eigentlich korrekt.

Des weiteren bietet die Seite ein Profil-Gästebuch zum Hinterlassen von Kommentaren, die Möglichkeit Profile zu bewerten, ein Forum und die Möglichkeit zum Freundschafts-Networking.

Wer Lust hat kann an BeatBattles teilnehmen, die dafür benötigten Battle-Credits bekommt man indem man bei den Battles anderer Producer seine Stimme abgibt – ein lustiges Feature.

So, damit habe ich ja schon ein komplettes Review abgeliefert, mehr als ich am Anfang des Postings geplant hatte :]

Peace und viel Erfolg im BeatBusiness – stay Positive!

Jangabad Janzabarranzam der XXIII. von Beatistanien

Kurze Kritik an Beatswagger.com

So, nach den ganzen Positiv-Nachrichten heute mal eine erste Sammlung von Kritikpunkten an Beatswagger.com – let’s go!

Die Startseite:
Wenn potentielle Käufer auf die Startseite kommen sehen sie drei verschiedene Listen, “Hot List”, “New Beats” und “Recent Sales” – dann gibt es noch sieben Top-Seller-Banner – das war’s.

In der Liste der “New Beats” wird man nur ein paar Stunden nach dem Upload angezeigt.

Der Standard-Preis ist auf mindestens 35$ festgelegt und nur User mit Exklusive-Account für 200$/Monat haben die Möglichkeit Beats zu günstigeren Preisen anzubieten – das machen natürlich alle Leute mit Top-Seller-Account und somit sind eigentlich alle “Newbies” direkt aus dem Rennen, da sie die Konkurrenz nicht unterbieten können.

Dann gibt es noch die “Recent Sales” Liste, in die man sich natürlich “reinmogeln” könnte wenn man seine eigenen Beats kauft, bzw. von einem Freund kaufen lässt – dafür bezahlt man aber letztendlich dann für jeden Transfer Provision an beatswagger.com.

Die einzige Option als “Newbie” zufällig gefunden zu werden ist die Funktion “Search Beats”, die aber bei dem Überangebot an Information auf der Startseite kaum jemand mehr anklicken wird, die potentiellen Käufer werden sich einfach die Beats aus den gekauften Top-Seller-Slots anhören bis sie einen gefunden haben der ihnen gefällt, fertig.

Die Webseite ist also okay um 8 Beats draufzuwerfen und zu warten – aber wahrscheinlich wartet man dann ewig (das wird die Zeit zeigen).

Der einzige Weg die Seite professionell zu nutzen ist 25 wirklich sehr, sehr, sehr gute Beats zu haben und sich einen Top-Seller-Account zu kaufen – das wäre auch ein Experiment wert – aber nur wenn man sich 100% sicher sind, dass die eigenen Beats es PROBLEMLOS mit allen anderen Beats der anderen Top-Seller aufnehmen können. Wenn ich meine es wäre an der Zeit dafür, werde ich das ausprobieren, das Jahr ist schließlich noch jung und ich bin durchaus bereit ein paar €uros in diesem Experiment zu verbrennen um an halbwegs aussagekräftige Erfahrungswerte zu gelangen.

Bis drehen da erstmal meine 8 Beats des Standard-Accounts ihre Runden…

…wobei mir noch EIN KOSTENLOSER Trick einfällt wie man doch immer auf der Startseite sein kann, und wahrscheinlich sogar auf Platz 1 der “New Beats”: einfach täglich einen Beat löschen und neu hochladen, dann steht er wieder oben in der Liste. Allerdings verbraucht das jedesmal Zeit und kostet Nerven – die ich lieber in die Produktion von neuen Beats stecke.

Eigentlich die beste Option von Beatswagger ist die Generierung des automatischen Werbebanners, das man dann überall einbinden und dadurch Besucher in den eigenen Beatshop auf Beatswagger lotsen kann.

Grob gesagt kann man Beatswagger einfach als Beatshop benutzen und kann sich selber jegliche Infrastruktur sparen – wenn man mehr will – muss man eben auch mehr investieren – an Zeit und Geld.